Oskar Kokoschka: Biografie des österreichischen Expressionisten
Oskar Kokoschka (* 1. März 1886; † 22. Februar 1980) war ein österreichischer Maler, Zeichner und Dramatiker und eine der führenden Gestalten des Expressionismus. Er wurde in Pöchlarn in Österreich geboren und starb in Montreux in der Schweiz.
Zuletzt aktualisiert 30. September 2026
Wien: die frühen Jahre
Kokoschka studierte ab 1904 an der Wiener Kunstgewerbeschule und arbeitete für die Wiener Werkstätte. Seine Beiträge zur Kunstschau 1908 lösten in Wien einen Skandal aus und brachten ihm die Unterstützung des Architekten Adolf Loos ein, der sein Förderer wurde.
Berlin, Alma Mahler und der Krieg
1910 zog er nach Berlin und arbeitete für Herwarth Waldens Zeitschrift Der Sturm. Von 1912 bis 1915 führte er eine stürmische Beziehung mit Alma Mahler, der Witwe des Komponisten Gustav Mahler, die sein großes Gemälde Die Windsbraut (1913–1914) inspirierte. Im Ersten Weltkrieg an der Ostfront verwundet, brauchte er Jahre, um sich zu erholen.
Dresden und die Reisejahre
Von 1919 bis 1923 war er Professor an der Dresdner Akademie. Danach reiste er viel durch Europa, Nordafrika und den Nahen Osten, malte Landschaften und Stadtansichten und lebte in Wien und Prag.
Exil: „Entartete Kunst“ und London
1937 entfernte das NS-Regime Werke Kokoschkas aus deutschen Museen, und einige wurden in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. 1938 verließ er Prag in Richtung London und wurde 1947 britischer Staatsbürger.
Die Schweiz und die „Schule des Sehens“
1953 ließ er sich in Villeneuve bei Montreux am Genfersee nieder. Im selben Jahr begann er in Salzburg Sommerkurse zu geben, bekannt als „Schule des Sehens“. Er arbeitete bis an sein Lebensende und starb 1980.
Die Gemälde
- Selbstbildnis mit Zigarette (1935–1936)
- Selbstbildnis mit Puppe (1920)
- Porträt von Konrad Adenauer (1966)
Häufig gestellte Fragen
Wann wurde Oskar Kokoschka geboren und wann starb er?
Oskar Kokoschka wurde am 1. März 1886 in Pöchlarn, Österreich, geboren und starb am 22. Februar 1980 in Montreux, Schweiz.
Welcher Kunstrichtung gehörte Oskar Kokoschka an?
Dem Expressionismus. Er ist einer der führenden österreichischen expressionistischen Maler.
Wer war Alma Mahler für Kokoschka?
Alma Mahler, die Witwe des Komponisten Gustav Mahler, war von 1912 bis 1915 seine Geliebte. Ihre Beziehung inspirierte Die Windsbraut und später die lebensgroße Puppe, die er nach ihrem Vorbild anfertigen ließ.
Warum waren Werke Kokoschkas in der Ausstellung „Entartete Kunst“?
Das NS-Regime brandmarkte moderne und avantgardistische Kunst als „entartet“. Werke Kokoschkas wurden 1937 aus deutschen Museen entfernt, und einige wurden in der Ausstellung gezeigt.